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Einflussbereiche

Typische Dauer:
30m

Sorgen in Kreise von Kontrolle, Einfluss und Betroffenheit einordnen, um Energie auf das zu fokussieren, was tatsächlich veränderbar ist.

Zweck

Einflussbereiche hilft Einzelpersonen und Teams, ihre Sorgen in drei Zonen zu sortieren: was sie kontrollieren können, was sie beeinflussen können und was sie nur beobachten können (Betroffenheit). Diese Klarheit lenkt Energie von Angst über Unkontrollierbares hin zu produktivem Handeln.

Auf einen Blick

DetailWert
Gruppengröße2–20
Dauer30 Minuten
SchwierigkeitEinfach
ModerationsstilReflektive Übung
SettingVor Ort oder virtuell

Ablauf

  1. Die drei Kreise vorstellen (5 Min.): Drei konzentrische Kreise zeichnen: innerster = Kontrolle, mittlerer = Einfluss, äußerer = Betroffenheit. Je ein Beispiel pro Zone.
  2. Individuelles Brainstorming (10 Min.): Jede Person listet aktuelle Sorgen oder Frustrationen auf Haftnotizen und ordnet sie dem passenden Kreis zu.
  3. Paardiskussion (8 Min.): In Paaren diskutieren: Sind Elemente im Betroffenheitskreis vielleicht doch beeinflussbar? Helfen, umzuklassifizieren.
  4. Aktionsfokus (5 Min.): Für Elemente in Kontrolle und Einfluss schreibt jede Person eine konkrete Aktion für diese Woche.
  5. Abschluss (2 Min.): Einladung, die Kreise monatlich zu überprüfen.

Material

  • Drei-Kreise-Diagramm (großes Poster oder digitale Vorlage)
  • Haftnotizen in drei Farben (eine pro Zone)
  • Marker
  • Timer

Stolperfallen & häufige Fehler

  • Alles in Betroffenheit: Wenn alles außerhalb der Kontrolle platziert wird, sanft herausfordern.
  • Zur Entwertung valider Frustrationen nutzen: Die Übung lenkt Energie um, entwertet aber nicht Gefühle.
  • Einmalige Nutzung: Die echte Kraft liegt im Wiederbesuchen und Mustererkennen über Zeit.
  • Einfluss mit Kontrolle verwechseln: Einfluss bedeutet, das Ergebnis beeinflussen, aber nicht garantieren zu können.

Inklusion & Barrierefreiheit

  • Private Reflexion vor Gruppenteilen ermöglichen.
  • Digitale Version für Remote-Teilnehmende bereitstellen.
  • Sensibel gegenüber systemischen Barrieren sein.
  • Anerkennen, dass die Übung eine bestimmte kulturelle Linse widerspiegelt.

Varianten

  • Team-Version: Sorgen auf Teamebene gemeinsam einordnen und Team-Aktionen identifizieren.
  • Retrospektiven-Integration: Als Retrospektiven-Aktivität nutzen, um Sprint-Frustrationen zu sortieren.
  • Führungslinse: Führungskräfte ordnen organisatorische Herausforderungen ein und diskutieren, wo Führungsenergie investiert werden soll.

Wann NICHT einsetzen

  • Wenn systemische Ungerechtigkeit das Kernproblem ist — die Übung kann sich wie Gaslighting anfühlen.
  • Wenn Menschen zuerst emotionale Unterstützung brauchen, nicht kognitive Umrahmung.
  • Wenn es dazu benutzt wird, Untaetigkeit bei tatsächlich beeinflussbaren Problemen zu rechtfertigen.

Quelle & Weiterlesen

  • Stephen Covey, *The 7 Habits of Highly Effective People* (Free Press, 1989)
  • Ryan Holiday, *The Obstacle Is the Way* (Portfolio, 2014)
  • Praxisbibliothek agiler Führungspraktiken — verwandte Übungen

Aus den Bausteinen eine Agenda machen

Leg den Tag an, zieh die Blöcke in die Reihenfolge, die dir vorschwebt, und lass die Zeiten sich selbst ausrechnen. Oder beschreib deiner KI, was du vorhast, und lass sie den ersten Entwurf schreiben.

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