Rechtsverbindlich ist ausschließlich diese deutsche Fassung. Übersetzungen dienen dem Verständnis.

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 22. September 2026

1. Geltungsbereich und Kundenkreis

  1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für die Nutzung von GoodWorkshop Cloud (der „Dienst“), angeboten von der roleALPHA GmbH, Aschergasse 34, 1130 Wien („wir“).
  1. Der Dienst wird ausschließlich Unternehmern im Sinne des § 1 Unternehmensgesetzbuch (UGB) angeboten („Kunde“). Mit der Registrierung bestätigt der Kunde, den Vertrag für sein Unternehmen abzuschließen. Verträge mit Verbrauchern im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes (KSchG) schließen wir nicht; die Bestimmungen des KSchG und des Fern- und Auswärtsgeschäfte-Gesetzes (FAGG) finden daher keine Anwendung.
  1. Die Person, die die Registrierung oder Bestellung vornimmt, versichert, zur Vertretung des Kunden berechtigt zu sein. Diese Versicherung wird bei der Registrierung eingeholt.
  1. Abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden gelten nur, wenn wir ihrer Geltung ausdrücklich zugestimmt haben.
  1. Diese AGB gelten ausschließlich für GoodWorkshop Cloud. Für selbst gehostete oder als Quelltext bereitgestellte Versionen von GoodWorkshop gelten die jeweils dafür veröffentlichten Lizenzbedingungen.

2. Vertragsschluss und Testphase

  1. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde die Registrierung abschließt und diese über den per E-Mail zugesandten Link bestätigt.
  1. Die ersten 14 Tage ab der Bestätigung sind kostenlos („Testphase“).
  1. Nach Ablauf der Testphase ist die weitere aktive Nutzung des Dienstes nur mit einer hinterlegten Zahlungsmethode möglich. Ohne Zahlungsmethode können vorhandene Inhalte weiterhin gelesen und exportiert, jedoch nicht mehr verändert werden.
  1. Soweit im Rahmen eines individuellen Angebots abweichende Bedingungen vereinbart werden, gehen diese den Bestimmungen dieser AGB vor.

3. Leistung

  1. Wir stellen GoodWorkshop als Software über das Internet bereit (Software as a Service). Der Dienst unterstützt insbesondere das Planen und Durchführen von Workshops, die gemeinsame Bearbeitung und Freigabe von Inhalten sowie – soweit verfügbar – die Anbindung von KI-Anwendungen und anderen Systemen über Schnittstellen wie MCP.
  1. Der konkrete Funktionsumfang ergibt sich aus der jeweils aktuellen Leistungsbeschreibung des Dienstes sowie gegebenenfalls aus einem individuellen Angebot.
  1. Wir bemühen uns um eine hohe Verfügbarkeit des Dienstes, schulden jedoch keine bestimmte Mindestverfügbarkeit, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde. Planbare Wartungsarbeiten kündigen wir nach Möglichkeit im Voraus an; die Ankündigung erfolgt im Dienst.
  1. Wir dürfen den Dienst technisch und funktional weiterentwickeln. Funktionen können geändert, ergänzt oder ersetzt werden, soweit dadurch der vereinbarte Kern der Leistung nicht wesentlich beeinträchtigt wird.
  1. Vorübergehende Einschränkungen können insbesondere aufgrund notwendiger Wartungsarbeiten, Sicherheitsmaßnahmen, höherer Gewalt oder Störungen außerhalb unseres Einflussbereichs auftreten.

4. Preise und Abrechnung

  1. Bei Vertragsschluss gelten die auf der GoodWorkshop-Preisseite ausgewiesenen Preise, soweit nichts anderes individuell vereinbart wurde. Für spätere Änderungen gilt Ziffer 4.8. Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich einer gegebenenfalls anfallenden gesetzlichen Umsatzsteuer.
  1. Je nach gewähltem Tarif erfolgt die Abrechnung insbesondere pro aktivem Mitglied oder pro angelegtem Workshop.
  1. Als „aktives Mitglied“ gilt eine Person, die dem jeweiligen Kunden-Workspace als abrechnungsrelevantes Mitglied zugeordnet ist. Nutzer, die im jeweiligen Tarif ausdrücklich als kostenlose Gäste oder vergleichbare nicht abrechnungsrelevante Nutzer ausgewiesen sind, gelten nicht als aktive Mitglieder.
  1. Soweit nach aktiven Mitgliedern abgerechnet wird, erfolgt die Berechnung tagesgenau anteilig entsprechend der Dauer der Mitgliedschaft im jeweiligen Abrechnungsmonat. Soweit nach angelegten Workshops abgerechnet wird, zählt jeder angelegte Workshop einmal im Monat seiner Anlage.
  1. Ein Wechsel des Abrechnungsmodells wird zum nächsten Monatsersten wirksam.
  1. Abgerechnet wird monatlich im Nachhinein. Rechnungen werden elektronisch bereitgestellt oder an die vom Kunden angegebene Rechnungsadresse gesendet.
  1. Kunden mit Sitz in einem anderen EU-Mitgliedstaat geben ihre gültige UID-Nummer an. Die Rechnung wird dann ohne Umsatzsteuer ausgestellt und die Steuerschuld geht auf den Kunden über (Reverse Charge). Der Kunde teilt Änderungen seiner UID-Nummer unverzüglich mit. Ohne gültige UID-Nummer können wir für einen solchen Kunden keine Rechnung ausstellen; die Abrechnung des betroffenen Monats wird bis zur Klärung zurückgestellt.
  1. Wir können Preise für die zukünftige Nutzung des Dienstes ändern. Preisänderungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden mitgeteilt und werden frühestens zum Ersten eines Monats wirksam. Erhöht sich der Preis für eine bestehende Leistung, kann der Kunde den Vertrag bis zum Wirksamwerden der Preisänderung zum Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens kündigen.

5. Zahlung

  1. Die Zahlung erfolgt über die jeweils im Dienst angebotenen Zahlungsmethoden. Für die Zahlungsabwicklung setzen wir einen Zahlungsdienstleister ein; die Zahlungsmethode wird auf einer von diesem betriebenen Seite hinterlegt. Zahlungsdaten werden von uns weder erhoben noch gespeichert.
  1. Die Rechnung nennt den Tag, an dem der Betrag über die hinterlegte Zahlungsmethode eingezogen wird. Zwischen Rechnung und Einzug liegen mindestens zwei Tage.
  1. Scheitert eine Zahlung, können wir den Zahlungsvorgang erneut durchführen und informieren den Kunden darüber.
  1. Bleibt eine fällige Zahlung trotz Fälligkeit und entsprechender Information aus, dürfen wir die Nutzung des Dienstes zunächst auf lesenden Zugriff beschränken. Nach erfolgloser Mahnung dürfen wir den Zugang zum Dienst vorübergehend sperren. Auch während einer solchen Sperre bleibt der Export der Inhalte des Kunden möglich. Die Sperre endet, sobald die offene Zahlung eingegangen ist.
  1. Bei Zahlungsverzug gelten die gesetzlichen Verzugszinsen für Unternehmergeschäfte (§ 456 UGB).

6. Laufzeit und Kündigung

  1. Soweit nichts anderes vereinbart wurde, läuft der Vertrag auf unbestimmte Zeit.
  1. Der Vertrag kann von beiden Seiten zum Ende jedes Kalendermonats gekündigt werden. Der Kunde kann die Kündigung im Dienst erklären.
  1. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn eine Partei wesentliche Vertragspflichten trotz angemessener Fristsetzung erheblich verletzt oder der Kunde den Dienst rechtswidrig oder missbräuchlich nutzt.
  1. Nach Beendigung des Vertrags kann der Kunde seine Inhalte noch 30 Tage lang lesen und exportieren. Die Regelungen in Abschnitt 9 bleiben unberührt.

7. Pflichten des Kunden

  1. Der Kunde ist für die Verwaltung seiner Nutzer und Zugangsberechtigungen verantwortlich und stellt sicher, dass Zugangsdaten angemessen geschützt werden.
  1. Der Kunde informiert uns unverzüglich, wenn ihm eine unbefugte Nutzung seines Zugangs bekannt wird.
  1. Der Kunde darf den Dienst nicht für rechtswidrige Inhalte oder Zwecke verwenden und nicht in einer Weise nutzen, die Sicherheit, Integrität oder Verfügbarkeit des Dienstes oder dessen Nutzung durch andere Kunden beeinträchtigt.
  1. Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass die von ihm in den Dienst eingebrachten Inhalte rechtmäßig verarbeitet werden dürfen und keine Rechte Dritter verletzen.
  1. Der Kunde darf keine Maßnahmen durchführen, die darauf abzielen, technische Schutzmaßnahmen des Dienstes zu umgehen oder unberechtigt auf Systeme, Daten oder Bereiche anderer Kunden zuzugreifen.

8. KI, MCP und externe Dienste

  1. GoodWorkshop kann Schnittstellen bereitstellen, über die der Kunde externe Anwendungen, KI-Systeme oder andere Dienste mit GoodWorkshop verbinden kann, insbesondere über das Model Context Protocol („MCP“) oder vergleichbare Schnittstellen.
  1. Ob und welche externen Systeme verbunden werden, entscheidet grundsätzlich der Kunde beziehungsweise ein von ihm hierzu berechtigter Nutzer. Eine solche Verbindung kann nie mehr Rechte haben als der Nutzer, der sie hergestellt hat.
  1. Bei Nutzung einer externen Integration können Daten entsprechend der vom Kunden vorgenommenen Konfiguration an den jeweiligen externen Dienst übertragen werden. Für die Verarbeitung durch den externen Anbieter können dessen eigene Vertrags- und Datenschutzbedingungen gelten.
  1. Soweit ein externer Dienst nicht von uns betrieben oder ausdrücklich als Bestandteil von GoodWorkshop bereitgestellt wird, übernehmen wir keine Verantwortung für dessen Verfügbarkeit, Funktionsweise oder Ergebnisse.
  1. Automatisch oder mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugte Inhalte können fehlerhaft oder unvollständig sein. Sie sind vom Kunden entsprechend ihrem jeweiligen Verwendungszweck eigenverantwortlich zu prüfen.
  1. Soweit wir selbst externe KI-Dienste zur Erbringung des Dienstes einsetzen und dabei personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeiten lassen, richtet sich deren Einsatz nach der Auftragsverarbeitungsvereinbarung und den dort genannten Unterauftragsverarbeitern.

9. Daten und Inhalte des Kunden

  1. Die vom Kunden in GoodWorkshop eingebrachten Inhalte bleiben dem Kunden beziehungsweise den jeweiligen Rechteinhabern zugeordnet. Durch die Nutzung von GoodWorkshop erwerben wir kein Eigentum an diesen Inhalten.
  1. Der Kunde räumt uns für die Dauer des Vertrags die nicht ausschließlichen Rechte ein, die technisch erforderlich sind, um seine Inhalte zu speichern, zu vervielfältigen, zu übertragen, darzustellen und anderweitig zu verarbeiten, soweit dies zur Erbringung des Dienstes erforderlich ist.
  1. Der Kunde sichert zu, über die für die Nutzung und Verarbeitung seiner Inhalte erforderlichen Rechte und Berechtigungen zu verfügen.
  1. Soweit wir personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeiten, gilt ergänzend die Auftragsverarbeitungsvereinbarung. Im Übrigen gilt unsere Datenschutzerklärung.
  1. Der Kunde kann seine Inhalte während der Vertragslaufzeit über die dafür vorgesehenen Funktionen exportieren.
  1. Nach Beendigung des Vertrags löschen wir die Kundendaten innerhalb von 30 Tagen, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten oder sonstigen rechtlichen Gründe einer Löschung entgegenstehen.
  1. Sicherungskopien können aufgrund technisch bedingter Backup- und Wiederherstellungszyklen für einen begrenzten weiteren Zeitraum bestehen bleiben, längstens für zwölf Monate. Sie werden nicht produktiv verwendet und im Rahmen der regulären Löschzyklen entfernt.

10. Rechte an GoodWorkshop

  1. Sämtliche Rechte an GoodWorkshop, insbesondere an der Software, Benutzeroberfläche, Dokumentation, Marken und sonstigen von uns bereitgestellten Inhalten, verbleiben bei uns beziehungsweise den jeweiligen Rechteinhabern.
  1. Der Kunde erhält für die Dauer des Vertrags ein einfaches, nicht ausschließliches und nicht übertragbares Recht, den Dienst im vereinbarten Umfang für eigene geschäftliche Zwecke zu nutzen.
  1. Rechte an Komponenten, die unter Open-Source- oder sonstigen Drittanbieter-Lizenzen bereitgestellt werden, richten sich ausschließlich nach den jeweils dafür geltenden Lizenzbedingungen.

11. Gewährleistung

  1. Wir gewährleisten, dass der Dienst im Wesentlichen die vereinbarte Funktionalität aufweist.
  1. Der Kunde informiert uns über auftretende Mängel in angemessener Weise und ermöglicht uns deren Untersuchung und Behebung.
  1. Wir können Mängel nach unserer Wahl insbesondere durch Nachbesserung, Bereitstellung eines Workarounds oder Austausch der betroffenen Funktion beheben, soweit dies für den Kunden zumutbar ist.
  1. Gewährleistungsansprüche verjähren, soweit gesetzlich zulässig, zwölf Monate nach Entstehung des Anspruchs. § 924 ABGB findet im unternehmerischen Geschäftsverkehr keine Anwendung, soweit dies wirksam vereinbart werden kann.

12. Haftung

  1. Wir haften unbeschränkt für Schäden, die vorsätzlich verursacht wurden, sowie für Personenschäden und in sonstigen Fällen, in denen eine Haftungsbeschränkung gesetzlich unzulässig ist.
  1. Für grob fahrlässig verursachte Schäden haften wir nach den gesetzlichen Bestimmungen. Soweit gesetzlich zulässig, ist die Haftung für grobe Fahrlässigkeit der Höhe nach auf das vom Kunden in den zwölf Monaten vor dem schadensbegründenden Ereignis für den Dienst gezahlte Nettoentgelt begrenzt.
  1. Bei leichter Fahrlässigkeit ist unsere Haftung ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
  1. Soweit gesetzlich zulässig, haften wir nicht für mittelbare Schäden, Folgeschäden oder entgangenen Gewinn.
  1. Bei Verlust von Kundendaten beschränkt sich unsere Haftung, soweit gesetzlich zulässig, auf den angemessenen Aufwand zur Wiederherstellung der Daten aus den von uns vertragsgemäß vorgehaltenen Sicherungen beziehungsweise aus den vom Kunden verfügbaren Sicherungen.
  1. Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen gelten sinngemäß auch zugunsten unserer gesetzlichen Vertreter, Mitarbeiter und Erfüllungsgehilfen.

13. Datenschutz und Datensicherheit

  1. Wir treffen angemessene technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz der über GoodWorkshop verarbeiteten Daten.
  1. Soweit GoodWorkshop personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, ist die jeweils geltende Auftragsverarbeitungsvereinbarung Bestandteil des Vertrags.
  1. Der Kunde bleibt für die Rechtmäßigkeit der von ihm veranlassten Verarbeitung personenbezogener Daten verantwortlich, soweit er datenschutzrechtlich Verantwortlicher ist.

14. Änderungen des Dienstes und dieser Bedingungen

  1. Wir dürfen diese AGB ändern, wenn dies aufgrund einer Änderung der Rechtslage oder Rechtsprechung, technischer oder sicherheitsbezogener Entwicklungen, Änderungen des Dienstes oder vergleichbarer sachlicher Gründe erforderlich oder zweckmäßig ist.
  1. Änderungen dürfen das vertragliche Gleichgewicht nicht unangemessen zum Nachteil des Kunden verschieben und den wesentlichen Charakter der vereinbarten Leistung nicht grundlegend verändern.
  1. Wir informieren den Kunden über Änderungen mindestens sechs Wochen vor ihrem geplanten Wirksamwerden. Die jeweils zugestimmte Fassung wird mit der Registrierung festgehalten; jede angekündigte Fassung nennt den Tag, ab dem sie gelten soll.
  1. Soweit eine Änderung die Rechte oder Pflichten des Kunden nicht nur unwesentlich verändert, kann der Kunde den Vertrag bis zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung kündigen.
  1. Änderungen, die ausschließlich zugunsten des Kunden wirken, rein redaktioneller Natur sind oder aufgrund zwingender gesetzlicher Vorgaben erforderlich sind, können ohne Einhaltung der vorstehenden Frist vorgenommen werden, soweit dies gesetzlich zulässig ist.

15. Schlussbestimmungen

  1. Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts und der Verweisungsnormen des internationalen Privatrechts.
  1. Soweit gesetzlich zulässig, ist ausschließlicher Gerichtsstand das für 1130 Wien sachlich zuständige Gericht.
  1. Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht.
  1. Individuelle Vereinbarungen zwischen uns und dem Kunden gehen diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen vor.
  1. Diese Bedingungen werden in weiteren Sprachen bereitgestellt. Maßgeblich und rechtsverbindlich ist ausschließlich die deutsche Fassung; Übersetzungen dienen dem Verständnis.