Five Whys
- Typische Dauer:
- 20m
Durch fünfmaliges Fragen von „Warum?“ zur Grundursache jedes Problems vordringen und dabei Symptome abschälen, um das eigentliche Problem zu erreichen.
Zweck
Die Five Whys sind eine Ursachenanalyse-Technik, die aufeinanderfolgende Symptomschichten abschält, indem wiederholt „Warum?“ gefragt wird. Ursprünglich aus dem Toyota-Produktionssystem stammend, hilft sie Teams, nicht mehr oberflächliche Symptome zu behandeln, sondern stattdessen die zugrundeliegende Ursache eines Problems zu identifizieren — und zu beheben.
Auf einen Blick
- Gruppengröße: 3–10
- Dauer: 20 Minuten
- Schwierigkeit: Einsteiger
- Moderationsstil: Geleitetes Fragen
- Setting: Vor Ort oder virtuell
Ablauf
- Problem formulieren (2 Min). Die Problemstellung klar aufschreiben. Konkret sein.
- Warum #1 fragen (3 Min). Warum ist das passiert? Alle Antworten erfassen.
- Warum #2 fragen (3 Min). Für jede Antwort erneut Warum fragen. Auf die wahrscheinlichste Ursachenkette eingrenzen.
- Weiter Warum fragen (9 Min). Für Warum #3, #4 und #5 wiederholen. Die Zahl 5 ist eine Richtlinie — aufhören, wenn die Gruppe eine handlungsfähige Ursache erreicht.
- Grundursache und Aktionen identifizieren (3 Min). Sich auf die Grundursache einigen. Ein oder zwei Korrekturmaßnahmen definieren.
Material
- Whiteboard oder geteiltes Dokument
- Marker
- Vorab vorbereitete Problemstellung
Stolperfallen & häufige Fehler
- Bei Symptomen stehenbleiben. „Wir hatten nicht genug Personal“ ist ein Symptom. Weiterfragen: Warum hatten wir nicht genug Personal?
- Zu breit verzweigen. Wenn mehrere Ursachenketten entstehen, zuerst der wahrscheinlichsten folgen.
- Schuld statt Systeme. „Warum“ auf Prozesse und Systeme richten, nicht auf Einzelpersonen.
- Genau fünf. Fünf ist eine Faustregel. Manchmal reichen drei; manchmal braucht man sieben.
Inklusion & Barrierefreiheit
- Jede „Warum“-Ebene visuell festhalten, damit alle der Kette folgen können.
- Ruhigere Teammitglieder ermutigen, ihre eigenen „Warum“-Antworten vorzuschlagen.
- Psychologische Sicherheit gewährleisten — die Übung muss sich schuldfrei anfühlen.
Varianten
- Fischgräte + Five Whys: Ein Fischgrätendiagramm (Ishikawa) nutzen, um mehrere Ursachenäste zu erkunden, dann Five Whys auf jeden.
- Five Whys für Erfolg: „Warum war das erfolgreich?“ fragen, um replizierbare Bedingungen zu identifizieren.
- Schriftliche Five Whys: Jede Person schreibt ihre eigene Kette, dann vergleicht die Gruppe.
Wann NICHT einsetzen
- Bei komplexen, multikausalen Problemen, wo eine einzelne Grundursache nicht existiert — Systemdenken oder kausale Schleifendiagramme verwenden.
- Wenn das Problem gut verstanden ist und das Team Lösungen braucht, nicht mehr Analyse.
Quelle & Weiterlesen
- Ohno, T. (1988). *Toyota Production System: Beyond Large-Scale Production.* Productivity Press.
- Serrat, O. (2009). The Five Whys Technique. *Asian Development Bank Knowledge Solutions.*
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Leg den Tag an, zieh die Blöcke in die Reihenfolge, die dir vorschwebt, und lass die Zeiten sich selbst ausrechnen. Oder beschreib deiner KI, was du vorhast, und lass sie den ersten Entwurf schreiben.
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