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Image Board

Typische Dauer:
20m

Kuratierte Bilder als Gesprächsstarter nutzen, um Emotionen, Assoziationen und Perspektiven ans Licht zu bringen, die Worte allein nicht erfassen können.

Zweck

Ein Image Board nutzt vorausgewählte Fotografien, Illustrationen oder Kunstwerke als Impulse, um Emotionen, Assoziationen und implizites Wissen freizusetzen, die rein verbale Diskussion nicht erreichen kann. Teilnehmende wählen Bilder, die mit ihren Gefühlen zu einem Thema resonieren, und erklären ihre Wahl — so werden tiefere, ehrlichere Gespräche freigeschaltet.

Auf einen Blick

  • Gruppengröße: 4–20
  • Dauer: 20 Minuten
  • Schwierigkeit: Einsteiger
  • Moderationsstil: Reflektierend, offen
  • Setting: Vor Ort oder virtuell

Ablauf

  1. Bilder ausbreiten (2 Min). 30–60 diverse Bilder auf einem Tisch auslegen oder auf einem digitalen Board anzeigen. Bilder sollten abstrakt, evokativ und offen für Interpretation sein.
  2. Frage stellen (1 Min). Eine reflektierende Frage stellen: „Wählen Sie ein Bild, das darstellt, wie Sie über dieses Projekt fühlen.“
  3. Auswählen (3 Min). Jede Person stöbert und wählt ein Bild.
  4. Teilen und erklären (10 Min). Jede Person zeigt ihr Bild und erklärt, warum sie es gewählt hat. Die Moderation hört auf Themen, Kontraste und emotionale Unterströmungen.
  5. Synthese (4 Min). Als Gruppe reflektieren: Welche Muster sind aufgetaucht? Was hat uns überrascht?

Material

  • 30–60 diverse, hochwertige Bilder (gedruckte Karten oder digitale Galerie)
  • Großer Tisch oder digitales Board zur Anzeige
  • Timer

Stolperfallen & häufige Fehler

  • Zu wörtliche Bilder. Produkt-Screenshots oder Organigramme vermeiden. Evokative, mehrdeutige Bilder verwenden.
  • Das Teilen übereilen. Der Wert dieser Übung liegt in den Geschichten, die Menschen erzählen — jeder Person angemessene Zeit geben.
  • Bildauswahl bewerten. Jede Wahl ist gültig. Die Moderation sollte Neugier vorleben, nicht Bewertung.

Inklusion & Barrierefreiheit

  • Bilder für sehbeeinträchtigte Teilnehmende laut beschreiben.
  • Kulturell diverse Bilder einschließen, die bei allen Teilnehmenden resonieren.
  • Teilnehmenden ermöglichen, ein mentales Bild zu beschreiben, wenn keines der bereitgestellten Bilder passt.

Varianten

  • Vorher/Nachher-Bilder: Ein Bild für „jetzt“ und eines für „wo wir hinwollen“ wählen.
  • Team-Galerie: Gruppen erstellen ein gemeinsames Image Board und präsentieren es als kollektive Aussage.
  • Metapher-Karten: Speziell entwickelte Moderationskarten-Decks nutzen (z.B. Points of You, Dixit-Karten).

Wann NICHT einsetzen

  • Wenn die Gruppe harte Daten und Analyse braucht, nicht emotionale Erkundung.
  • Wenn die Zeit extrem begrenzt ist und eine direkte Frage schneller wäre.

Quelle & Weiterlesen

  • Garner, S. & McDonagh-Philp, D. (2001). Problem Interpretation and Resolution via Visual Stimuli. *Design Studies.*
  • Points of You. pointsofyou.com.

Aus den Bausteinen eine Agenda machen

Leg den Tag an, zieh die Blöcke in die Reihenfolge, die dir vorschwebt, und lass die Zeiten sich selbst ausrechnen. Oder beschreib deiner KI, was du vorhast, und lass sie den ersten Entwurf schreiben.

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