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Inspirationsboard

Typische Dauer:
30m

Eine kollaborative visuelle Sammlung von Bildern, Zitaten, Beispielen und Referenzen, die die Designrichtung, Stimmung und das angestrebte Qualitätsniveau des Teams festhalt.

Zweck

Ein Inspirationsboard (auch Moodboard) richtet das Team auf eine gemeinsame ästhetische, emotionale und konzeptionelle Richtung aus, bevor das Detaildesign beginnt. Durch gemeinsames Kuratieren visueller Referenzen werden implizite Präferenzen sichtbar, Geschmacksunterschiede früh gelöst und ein greifbarer Bezugspunkt für künftige Designentscheidungen geschaffen.

Auf einen Blick

  • Gruppengröße: 3–10
  • Dauer: 30 Minuten
  • Schwierigkeit: Niedrig
  • Moderationsstil: Kollaboratives Kuratieren
  • Setting: Tisch oder Wand mit gedruckten Bildern, oder digitales Board (Pinterest, Miro)

Ablauf

  1. Fokus definieren (5 Min): Für welchen Aspekt des Designs wird Inspiration gesucht? Visueller Stil? Tonalität? Interaktionsmuster? Erlebnisqualität?
  2. Material sammeln (10 Min): Jede teilnehmende Person sammelt 3–5 Bilder, Screenshots, Zitate oder Beispiele, die die anvisierte Richtung repräsentieren. Quellen: Zeitschriften, Websites, Wettbewerberprodukte, Natur oder Kunst.
  3. Gemeinsam kuratieren (10 Min): Alle posten ihre Auswahl auf dem Board. Über entstehende Themen diskutieren. Elemente entfernen, die nicht zur gemeinsamen Richtung passen.
  4. Richtung benennen (5 Min): 3–5 Schlüsselwörter schreiben, die die Essenz des Boards einfangen. Diese werden zu Designprinzipien.

Material

  • Großes Board oder Wand
  • Gedruckte Bilder, Zeitschriftenausschnitte oder Screenshots
  • Klebeband oder Pins
  • Marker für Anmerkungen
  • Optional: Digitales Board (Pinterest, Miro, Figma)

Stolperfallen & häufige Fehler

  • Zu breit: "Inspiration für alles" ist zu vage. Auf eine Design-Dimension fokussieren.
  • Geschmack einer Person: Das Board muss kollaborativ sein. Das Pinterest einer Person ist kein Team-Alignment.
  • Nie wieder referenziert: Das Board im Teamraum aufhängen und aktiv in Design-Reviews nutzen.
  • Inspiration mit Spezifikation verwechseln: Das Board setzt Richtung, nicht exakte Anforderungen.

Inklusion & Barrierefreiheit

  • Nicht-visuelle Inspiration akzeptieren (Musik, Texturen, schriftliche Beschreibungen) für Teilnehmende mit Sehbeeinträchtigungen.
  • Referenzen aus vielfältigen Kulturen und Perspektiven heranziehen.
  • Sicherstellen, dass digitale Boards barrierefrei sind (Alternativtexte für Bilder).

Varianten

  • Anti-Inspirationsboard: Beispiele sammeln, wie das Design NICHT aussehen sollte.
  • Wettbewerber-Inspirationsboard: Ausschließlich auf Wettbewerberprodukte fokussieren, um die Landschaft abzubilden.
  • Von Nutzenden erstelltes Inspirationsboard: Nutzende bitten, eigene Boards als Forschungsaktivität zu erstellen.

Wann NICHT einsetzen

  • Wenn detaillierte Designspezifikationen bereits existieren und die Richtung feststeht.
  • Wenn das Team ein funktionales Problem lösen muss, kein ästhetisches.
  • Wenn Zeitdruck bedeutet, dass jede Designarbeit direkt nutzbaren Output produzieren sollte.

Quelle & Weiterlesen

  • Lupton, Ellen — *Graphic Design Thinking* (Princeton Architectural Press, 2011)
  • McDonagh, Bruseberg & Haslam — "Visual Product Evaluation" (The Design Journal, 2002)
  • IDEO — *The Field Guide to Human-Centered Design* (2015)

Aus den Bausteinen eine Agenda machen

Leg den Tag an, zieh die Blöcke in die Reihenfolge, die dir vorschwebt, und lass die Zeiten sich selbst ausrechnen. Oder beschreib deiner KI, was du vorhast, und lass sie den ersten Entwurf schreiben.

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