Alle Methoden

Kennenlern-Landkarte

Typische Dauer:
30m

Radiale persönliche Karten erstellen, damit Teammitglieder einander jenseits von Jobtiteln kennenlernen und Vertrauen aufbauen.

Zweck

Kennenlern-Landkarten helfen Teammitgliedern, einander als ganze Menschen zu sehen — nicht nur als Jobtitel. Durch das Zeichnen einer radialen Ideenkarte persönlicher Interessen, Werte, Familie, Hobbys, Ziele und Geschichte bauen die Teilnehmenden Empathie und Vertrauen auf, was die psychologische Sicherheit stärkt.

Auf einen Blick

DetailWert
Gruppengröße3–15
Dauer30 Minuten
SchwierigkeitEinfach
ModerationsstilPeer-Austausch
SettingVor Ort oder virtuell

Ablauf

  1. Konzept vorstellen (3 Min.): Eine Beispiel-Kennenlern-Landkarte mit Ästen für Bildung, Hobbys, Familie, Werte, Ziele, Berufserfahrung und Fun Facts zeigen. Betonen, dass die Tiefe der Teilung jeder Person selbst überlassen ist.
  2. Eigene Map zeichnen (10 Min.): Jede:r zeichnet die eigene Map auf A3-Papier oder digitalem Canvas. Farbe, Kritzeleien und Persönlichkeit ermutigen.
  3. Paaraustausch (10 Min.): In Paaren abwechselnd präsentieren. Der/die Zuhörende stellt eine neugierige Frage pro Ast.
  4. Galerie & Highlights (5 Min.): Alle Maps sichtbar aufhängen. Jede Person teilt eine Überraschung über den/die Partner:in.
  5. Abschluss (2 Min.): Einladen, die Maps im Teambereich hängen zu lassen.

Material

  • A3-Papier oder große Haftblätter
  • Farbige Marker oder Stifte
  • Beispiel-Kennenlern-Landkarte (gedruckt oder am Bildschirm)
  • Timer

Stolperfallen & häufige Fehler

  • Offenlegung erzwingen: Niemals vorschreiben, was geteilt werden muss. Manche Äste dürfen leer bleiben.
  • Die Zeichenphase kürzen: 10 Minuten fühlen sich kurz an; nicht weiter kürzen.
  • Den Paaraustausch überspringen: Ohne Gespräch sind die Maps nur Poster. Der Dialog bildet Vertrauen.
  • Zu früh einsetzen: Wenn Menschen sich gerade erst kennengelernt haben, zuerst einen leichteren Eisbrecher nutzen.

Inklusion & Barrierefreiheit

  • Getippte digitale Vorlagen neben handgezeichneten Optionen anbieten für Teilnehmende, die Zeichnen stressig finden.
  • Erlauben, die Map mündlich zu beschreiben, wenn Schreiben eine Barriere ist.
  • Sensibel mit Fragen zu Familie oder Herkunft umgehen — alle Äste als optional rahmen.
  • In mehrsprachigen Gruppen die bevorzugte Sprache der Teilnehmenden akzeptieren.

Varianten

  • Team-Map: Nach den individuellen Maps eine kollektive Map erstellen, die gemeinsame Interessen zeigt.
  • Update-Runde: Maps vierteljährlich überarbeiten und neue Äste hinzufügen.
  • Digital-First: Miro- oder FigJam-Vorlagen nutzen, damit Remote-Teilnehmende reichhaltige Maps erstellen können.

Wann NICHT einsetzen

  • Wenn die Gruppe größer als 15 ist — Paaraustausch wird logistisch unhandlich.
  • Wenn das Vertrauen extrem gering ist und Menschen befürchten, dass persönliche Informationen gegen sie verwendet werden.
  • Als alleinstehende Teambuilding-Veranstaltung ohne Follow-up.

Quelle & Weiterlesen

  • Jurgen Appelo, *Management 3.0* (Addison-Wesley, 2011)
  • Management 3.0 Praxisbibliothek — Personal Maps
  • Tony Buzan, *The Mind Map Book* (Penguin, 2006)

Aus den Bausteinen eine Agenda machen

Leg den Tag an, zieh die Blöcke in die Reihenfolge, die dir vorschwebt, und lass die Zeiten sich selbst ausrechnen. Oder beschreib deiner KI, was du vorhast, und lass sie den ersten Entwurf schreiben.

14 Tage kostenlos testen
Kennenlern-Landkarte · GoodWorkshop