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Kontext-Handlung-Wirkung-Feedback

Typische Dauer:
45m

Das Kontext-Handlung-Wirkung-Framework üben, um spezifisches, objektives und umsetzbares Feedback zu geben.

Zweck

Der Kontext-Handlung-Wirkung-Feedback-Workshop lehrt eine strukturierte Art, Feedback zu geben, das spezifisch, objektiv und nicht bedrohlich ist. Durch die Trennung von Situation, Verhalten und Wirkung vermeiden Teilnehmende Verallgemeinerungen und Bewertungen.

Auf einen Blick

DetailWert
Gruppengröße4–18
Dauer45 Minuten
SchwierigkeitEinfach–Mittel
ModerationsstilLehren + Üben
SettingVor Ort oder virtuell

Ablauf

  1. Modell vorstellen (10 Min.): Die drei Komponenten erklären: Situation (wann und wo), Verhalten (was beobachtet wurde), Wirkung (wie es sich auswirkte). Ein gutes und ein schlechtes Beispiel nebeneinander zeigen.
  2. Unterschiede erkennen (5 Min.): 4 Feedback-Aussagen zeigen. Teilnehmende identifizieren, welche dem Modell folgen.
  3. Eigenes formulieren (10 Min.): Jede Person schreibt eine Kontext-Handlung-Wirkung-Aussage über eine reale (niedrigschwellige) Situation.
  4. Paarübung (15 Min.): In Paaren die Feedback-Aussage übermitteln. Die empfangende Person paraphrasiert. Feedback zum Feedback geben. Rollen tauschen.
  5. Debrief (5 Min.): Diskutieren: Was hat sich verändert durch die Strukturierung? Was war am schwersten?

Material

  • Modell-Poster oder Folie
  • Arbeitsblätter (Drei-Spalten-Format)
  • Beispiel- und Gegenbeispielkarten
  • Timer

Stolperfallen & häufige Fehler

  • Vage Situation: „Gestern“ ist nicht spezifisch genug. Coachen: „Im gestrigen Standup um 9:15...“
  • Bewertendes Verhalten: „Du warst unhöflich“ ist eine Bewertung. „Du hast dreimal unterbrochen“ ist ein Verhalten.
  • Wirkung weglassen: Ohne Wirkung versteht die empfangende Person nicht, warum das Verhalten relevant ist.
  • Das Modell nur für negatives Feedback nutzen: Es funktioniert ebenso gut für positive Anerkennung.

Inklusion & Barrierefreiheit

  • Arbeitsblätter vorab bereitstellen, damit Teilnehmende sich vorbereiten können.
  • Schriftliche Übermittlung für Personen ermöglichen, die verbales Feedback stressig finden.
  • Kulturell neutrale Beispiele verwenden.
  • Die Option anbieten, mit fiktiven Szenarien statt realen zu üben.

Varianten

  • Kontext-Handlung-Wirkung plus Intention: Einen vierten Schritt hinzufügen, bei dem der/die Gebende fragt: „Was war deine Absicht?“
  • Video-Analyse: Einen kurzen Videoclip zeigen und Kontext-Handlung-Wirkung-Feedback darüber schreiben lassen.
  • Manager-Coaching-Format: Auf 60 Minuten erweitern mit 1:1-Übungsszenarien.

Wann NICHT einsetzen

  • Für tief emotionale oder hochriskante Gespräche — das Modell kann formelhaft wirken bei sensiblen Themen.
  • Wenn das Team überhaupt keine Feedback-Kultur hat — mit einfacheren Wertschätzungsübungen beginnen.
  • Wenn Feedback nur in eine Richtung fließt — erst bidirektionale Normen aufbauen.

Quelle & Weiterlesen

  • Center for Creative Leadership, *Feedback That Works* (CCL Press, 2019)
  • ccl.org — SBI Feedback Tool
  • Douglas Stone & Sheila Heen, *Thanks for the Feedback* (Penguin, 2014)

Aus den Bausteinen eine Agenda machen

Leg den Tag an, zieh die Blöcke in die Reihenfolge, die dir vorschwebt, und lass die Zeiten sich selbst ausrechnen. Oder beschreib deiner KI, was du vorhast, und lass sie den ersten Entwurf schreiben.

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Kontext-Handlung-Wirkung-Feedback · GoodWorkshop