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Konzeptposter

Typische Dauer:
30m

Eine visuelle Kommunikationsmethode, bei der Teams ein einseitiges Poster erstellen, das Wertversprechen, Schlüsselmerkmale und Nutzernutzen eines Konzepts in einem überzeugenden, teilbaren Format festhalt.

Zweck

Das Konzeptposter zwingt Teams, eine komplexe Idee auf eine einzige, visuell überzeugende Seite zu destillieren. Wie eine Werbung für das Konzept muss es in Sekunden kommunizieren, was es ist, warum es wichtig ist und für wen. Die Übung offenbart, ob das Team seine eigene Idee wirklich versteht und deren Wert klar artikulieren kann.

Auf einen Blick

  • Gruppengröße: 2–6 pro Poster
  • Dauer: 30 Minuten
  • Schwierigkeit: Niedrig bis mittel
  • Moderationsstil: Angeleitete kreative Übung
  • Setting: Tisch mit großem Papier (A2 oder Flipchart) und Bastelmaterial

Ablauf

  1. Konzept definieren (5 Min): Sich auf das zu visualisierende Konzept einigen. Sein Kernwertversprechen in einem Satz formulieren.
  2. Format wählen (2 Min): Einen Poster-Archetyp wählen: Filmplakat, Produktwerbung, Zeitungs-Titelseite oder Eventflyer.
  3. Poster erstellen (18 Min): Einbeziehen: Eine packende Überschrift, ein Visual (Skizze oder Diagramm), drei Schlüsselvorteile und die Zielgruppe. Jedes Element sollte beantworten: "Warum sollte sich jemand dafür interessieren?"
  4. Galerierundgang und Feedback (5 Min): Alle Poster an die Wand hängen. Teammitglieder gehen herum, lesen jedes und hinterlassen Haftnotiz-Feedback.

Material

  • Großes Papier (A2, A1 oder Flipchart-Bögen)
  • Marker, Buntstifte, Bleistifte
  • Haftnotizen für Feedback
  • Optional: Zeitschriften für Collage-Elemente

Stolperfallen & häufige Fehler

  • Feature-Dump: Jedes Feature auflisten statt den Kernwert zu kommunizieren.
  • Nur Text, kein Visual: Ein Poster sollte visuell geführt sein. Ohne Skizze ist es ein Dokument.
  • Zu viel Fachjargon: Wenn eine fremde Person es nicht versteht, ist das Konzept noch nicht klar.
  • Feedback-Rundgang überspringen: Der Wert des Posters liegt teilweise in der Reaktion, die es provoziert.

Inklusion & Barrierefreiheit

  • Vorlagen für Teilnehmende bereitstellen, die sich beim freien Zeichnen unwohl fühlen.
  • Digitale Postergestaltung (Canva, Figma) als Alternative erlauben.
  • Poster während des Galerierundgangs für sehbeeinträchtigte Teilnehmende laut vorlesen.

Varianten

  • Konzeptvideo: Einen 60-sekündigen "Werbespot" aufnehmen statt eines Posters.
  • Konzept-Tweet: Das Konzept in einem 280-Zeichen-Tweet destillieren als noch engerer Constraint.
  • Stakeholder-Pitch-Poster: Das Poster speziell für ein Stakeholder-Zielpublikum gestalten.

Wann NICHT einsetzen

  • Wenn das Konzept zu früh ist, um es klar zu artikulieren — mehr prototypen.
  • Wenn das Team erkunden muss, nicht kommunizieren — dies ist eine Konvergenz-Aktivität.
  • Wenn ein formaler Business Case oder ein Foliensatz benötigt wird — das Poster ist ein Vorläufer, kein Ersatz.

Quelle & Weiterlesen

  • d.school, Stanford University — Konzeptkommunikationsübungen
  • Lewrick, Link & Leifer — *The Design Thinking Playbook* (Wiley, 2018)
  • Roam, Dan — *The Back of the Napkin* (Portfolio, 2008)

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