Peer-Coaching-Kreis
- Typische Dauer:
- 1h
Ein Gruppen-Coaching-Format, bei dem eine Person eine Herausforderung präsentiert und strukturiertes Coaching von Peers erhält.
Zweck
Der Peer-Coaching-Kreis schafft ein regelmäßiges Forum, in dem ein Teammitglied eine echte Herausforderung präsentiert und strukturierte Unterstützung von Peers erhält. Anders als Ratschlagerteilung betont das Format wirkungsvolle Fragen und kollektive Intelligenz.
Auf einen Blick
| Detail | Wert |
|---|---|
| Gruppengröße | 4–8 |
| Dauer | 60 Minuten |
| Schwierigkeit | Mittel |
| Moderationsstil | Moderierter Peer-Prozess |
| Setting | Vor Ort oder virtuell |
Ablauf
- Check-in (5 Min.): Jede Person teilt ein Wort darüber, wie sie ankommt.
- Themenauswahl (5 Min.): Ein oder zwei Personen pitchen kurz eine Herausforderung. Die Gruppe wählt eine.
- Vorstellung (5 Min.): Die ausgewählte Person beschreibt die Herausforderung detailliert. Andere hören zu.
- Klärungsfragen (5 Min.): Die Gruppe stellt nur sachliche, klärende Fragen — noch keine Ratschläge.
- Coaching-Runde (20 Min.): Die Gruppe stellt offene Coaching-Fragen und bietet Reflexionen an. Die präsentierende Person hört zu und antwortet selektiv.
- Reflexion der präsentierenden Person (5 Min.): Was hat gewirkt? Welche neue Perspektive ist entstanden?
- Prozessreflexion (10 Min.): Die Gruppe reflektiert den Coaching-Prozess selbst.
- Abschluss (5 Min.): Jede Person teilt ein Takeaway.
Material
- Coaching-Fragen-Handout
- Notizbuch für die präsentierende Person
- Timer
- Vereinbarte Grundregeln (Vertraulichkeit, keine Ratschläge, Fragen zuerst)
Stolperfallen & häufige Fehler
- Als Frage verkleidete Ratschläge: „Hast du erwägt, X zu tun?“ ist ein Ratschlag. Teilnehmende coachen, das zu bemerken.
- Mehrere Themen: Dem Impuls widerstehen, mehr als eine Herausforderung pro Sitzung zu behandeln.
- Immer dieselbe Person präsentiert: Systematisch rotieren.
- Kein Follow-up: Beim nächsten Treffen nach der Maßnahme fragen.
Inklusion & Barrierefreiheit
- Vertraulichkeitsnormen vor dem Start etablieren.
- Teilnehmenden erlauben, Fragen auf Karten zu schreiben, wenn Sprechen in der Gruppe einschüchternd ist.
- Sicherstellen, dass der Präsentationsslot fair rotiert.
- In virtuellen Settings ein geteiltes Dokument für Erkenntnisse nutzen.
Varianten
- Beratungsprotokoll: Offenes Coaching durch eine strukturierte Sequenz ersetzen: Präsentierende schweigt, während die Gruppe diskutiert, dann antwortet die Präsentierende.
- Doppelte Präsentation: Zwei Personen mit verwandten Herausforderungen präsentieren gemeinsam.
- Fortlaufende Serie: Zweiwöchentlich durchführen, um einen Rhythmus aufzubauen.
Wann NICHT einsetzen
- Wenn die Herausforderung Expertenrat erfordert (technisch, rechtlich) statt Coaching.
- Wenn die Gruppe kein Vertrauen aufgebaut hat — verletzliches Teilen erfordert Sicherheit.
- Wenn Zeitdruck eine 60-Minütigen-Session als Luxus erscheinen lässt.
Quelle & Weiterlesen
- Nancy Kline, *Time to Think* (Cassell, 2002)
- Robert Kegan & Lisa Lahey, *An Everyone Culture* (Harvard Business Review Press, 2016)
- Marilee Adams, *Change Your Questions, Change Your Life* (Berrett-Koehler, 2009)
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Leg den Tag an, zieh die Blöcke in die Reihenfolge, die dir vorschwebt, und lass die Zeiten sich selbst ausrechnen. Oder beschreib deiner KI, was du vorhast, und lass sie den ersten Entwurf schreiben.
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