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Teamrollen-Landkarte

Typische Dauer:
1h

Neun Teamrollen-Präferenzen entdecken, um individuelle Stärken zu verstehen und ausgewogene, leistungsstarke Teams aufzubauen.

Zweck

Die Teamrollen-Landkarte hilft Teammitgliedern, ihre natürlichen Verhaltenstendenzen im Teamkontext zu entdecken. Durch das Zuordnen der neun Rollen — vom Antreiber bis zum Qualitätssicherer — erkennt die Gruppe Lücken, Überschneidungen und Möglichkeiten für bessere Zusammenarbeit.

Auf einen Blick

DetailWert
Gruppengröße6–20
Dauer60 Minuten
SchwierigkeitMittel
ModerationsstilGeführte Diskussion
SettingVor Ort oder virtuell

Ablauf

  1. Einführung (10 Min.): Die neun Rollen in drei Clustern vorstellen — handlungsorientiert (Antreiber, Organisator, Qualitätssicherer), menschenorientiert (Moderator, Teamstütze, Netzwerker), und denkorientiert (Ideengeber, Analytiker, Fachexperte).
  2. Selbsteinschätzung (10 Min.): Einen Teamrollen-Selbsteinschätzungsfragebogen oder eine vereinfachte Kartensortierung verteilen. Jede Person identifiziert ihre zwei stärksten Rollen.
  3. Team-Map (10 Min.): Die Top-Rollen aller auf einem gemeinsamen Raster abbilden. Häufungen und Lücken hervorheben.
  4. Lückenanalyse (15 Min.): Diskutieren: Welche Rollen sind überrepräsentiert? Welche fehlen? Wie zeigt sich das im Arbeitsalltag?
  5. Maßnahmenplanung (10 Min.): Ein bis zwei Anpassungen vereinbaren — z. B. die Moderatorenrolle rotieren oder bewusst eine unterrepräsentierte Rolle einnehmen.
  6. Abschluss (5 Min.): Jede Person teilt eine Erkenntnis über sich selbst oder das Team.

Material

  • Teamrollen-Selbsteinschätzungsfragebogen (offiziell oder vereinfacht)
  • Rollenbeschreibungskarten oder Poster
  • Teamrollen-Raster (Papier oder digital)
  • Marker und Klebepunkte

Stolperfallen & häufige Fehler

  • Menschen dauerhaft etikettieren: Betonen, dass Rollen Tendenzen sind, keine Identitäten.
  • Erlaubte Schwächen ignorieren: Jede Rolle hat Kompromisse. Wertfrei besprechen.
  • Den Aktionsschritt überspringen: Bewusstsein allein ändert kein Verhalten. Mindestens ein Experiment vereinbaren.
  • Inoffizielle Assessments als Wahrheit nehmen: Vereinfachte Versionen sind gute Gesprächsstarter, aber kein validiertes Instrument.

Inklusion & Barrierefreiheit

  • Fragebögen vorab verteilen, damit Teilnehmende mit mehr Verarbeitungszeit sich vorbereiten können.
  • Farbenblindheitsfreundliche Paletten für die Team-Map verwenden.
  • Assessment in der Arbeitssprache des Teams anbieten.
  • Normalisieren, dass keine Rolle „besser“ ist — alle sind essenziell.

Varianten

  • Peer-Nominierung: Nach der Selbsteinschätzung lassen Kolleg:innen einander Rollen zuordnen. Überraschungen vergleichen.
  • Historische Projektlinse: Rollen auf ein vergangenes Projekt übertragen und diskutieren, was die Zusammensetzung über Ergebnisse erklärt.
  • Recruiting-Linse: Die Team-Map nutzen, um das gewünschte Profil für die nächste Einstellung zu bestimmen.

Wann NICHT einsetzen

  • Wenn das Team weniger als 4 Personen hat — die Rollenverteilung wird bedeutungslos.
  • Wenn das Vertrauen sehr gering ist — Selbsteinschätzungen zu teilen kann sich entblößend anfühlen.
  • In Kontexten, in denen Persönlichkeitstypisierung als Waffe eingesetzt wurde.

Quelle & Weiterlesen

  • R. Meredith Belbin, *Team Roles at Work* (Routledge, 2010)
  • belbin.com — Offizielle Belbin-Teamrollen-Berichte und Ressourcen
  • Patrick Lencioni, *The Ideal Team Player* (Jossey-Bass, 2016)

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