Werteexploration
- Typische Dauer:
- 45m
Persönliche Kernwerte durch Kartensortierung identifizieren und priorisieren, um Entscheidungsfindung und Ausrichtung zu leiten.
Zweck
Die Werteexploration hilft Teilnehmenden, ihre persönlichen Kernwerte durch einen strukturierten Sortierprozess zu identifizieren. Die Kenntnis der wichtigsten Werte bringt Klarheit für Entscheidungen, erklärt Frustrationsquellen und schafft eine Grundlage für authentische Führung und Teamausrichtung.
Auf einen Blick
| Detail | Wert |
|---|---|
| Gruppengröße | 2–20 |
| Dauer | 45 Minuten |
| Schwierigkeit | Einfach |
| Moderationsstil | Reflektives Sortieren |
| Setting | Vor Ort oder virtuell |
Ablauf
- Einführung (5 Min.): Erklären, was Werte sind und warum Klarheit wichtig ist.
- Kartensortierung Runde 1 (10 Min.): 40–50 Wertekarten verteilen. Jede Person sortiert in drei Stapel: Sehr Wichtig, Etwas Wichtig, Nicht Wichtig.
- Auf Top 10 einengen (5 Min.): Aus „Sehr Wichtig“ nur 10 auswählen.
- Auf Top 5 einengen (5 Min.): Aus 10 die nicht verhandelbaren 5 auswählen.
- Paarreflexion (10 Min.): In Paaren die Top 5 teilen und diskutieren: Wie zeigen sich diese Werte im Arbeitsalltag? Wo werden sie geehrt? Wo verletzt?
- Persönliche Anwendung (5 Min.): Jede Person schreibt eine aktuelle Entscheidung auf und testet sie gegen die Top 5.
- Abschluss (5 Min.): Jede Person teilt einen Wert, der überraschend in den Top 5 gelandet ist.
Material
- Wertekarten (gedrucktes Set von 40–50 oder ein digitales Kartensortier-Tool)
- Sortierfläche (Tisch oder Bodenfläche)
- Reflexions-Arbeitsblätter
- Timer
Stolperfallen & häufige Fehler
- „Sollte“-Werte wählen: Menschen wählen oft Werte, die sie haben „sollten“. Zu Ehrlichkeit ermutigen.
- Zu viele Werte: Die Kraft liegt im Erzwingen harter Kompromisse. Fünf ist das Maximum.
- Keine Anwendung: Wertebewusstsein ohne Anwendung auf Entscheidungen ist rein akademisch.
- Werte vergleichen: Vermeiden, die Werte verschiedener Personen gegeneinander zu bewerten.
Inklusion & Barrierefreiheit
- Kartenset in der Arbeitssprache des Teams bereitstellen.
- Großdruck-Karten für Lesbarkeit anbieten.
- Digitales Sortieren für Remote-Teilnehmende ermöglichen.
- Sensibel mit kulturellen Werten umgehen, die sich privat oder heilig anfühlen.
Varianten
- Team-Werte-Abgleich: Nach individuellen Sortierungen die Top-Werte im Team vergleichen.
- Werte und Konflikt: Einen aktuellen Konflikt auf konkurrierende Werte abbilden.
- Vierteljährlicher Check-in: Werte vierteljährlich überprüfen, ob sich Prioritäten verschoben haben.
Wann NICHT einsetzen
- Wenn als Konformitätswerkzeug genutzt („Das sind die Unternehmenswerte, findet jetzt eure“).
- Wenn Teilnehmende keine Privatsphäre haben und sich unter Druck gefühlt, Werte zu teilen.
- Als Auswahl- oder Einstellungskriterium.
Quelle & Weiterlesen
- Brene Brown, *Dare to Lead* (Random House, 2018) — Werte-Übung
- Shalom Schwartz, Theorie der grundlegenden menschlichen Werte
- acceptance.com — Personal Values Card Sort
Aus den Bausteinen eine Agenda machen
Leg den Tag an, zieh die Blöcke in die Reihenfolge, die dir vorschwebt, und lass die Zeiten sich selbst ausrechnen. Oder beschreib deiner KI, was du vorhast, und lass sie den ersten Entwurf schreiben.
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