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Wertstromanalyse

Typische Dauer:
1h

Ein Lean-Management-Tool, das den End-to-End-Fluss eines Prozesses visualisiert, um Verschwendung, Engpässe und Verbesserungspotenziale zu identifizieren.

Zweck

Die Wertstromanalyse (Value Stream Mapping) erstellt eine visuelle Darstellung jedes Schritts eines Prozesses von der Kundenanfrage bis zur Lieferung. Durch Abbildung wertschöpfender und nicht-wertschöpfender Schritte identifiziert das Team, wo Verschwendung entsteht.

Auf einen Blick

MerkmalDetail
Gruppengröße5–15 Teilnehmende
Dauer60 Minuten
SchwierigkeitMittel–Schwer
ModerationsstilAnalytisch, prozessorientiert
SettingVor Ort bevorzugt; remote mit digitaler Leinwand

Ablauf

  1. Scope definieren (5 Min.): Prozess identifizieren — vom Auslöser bis zur Wertlieferung.
  2. Ist-Zustand mappen (25 Min.): Schritt für Schritt: Aktivität, Ausführende, Zykluszeit, Wartezeit, Wertbeitrag.
  3. Summen berechnen (5 Min.): Gesamtdurchlaufzeit, Gesamtzykluszeit, Wertschöpfungszeit.
  4. Verschwendung identifizieren (10 Min.): Die 7 Verschwendungsarten auf der Map markieren.
  5. Soll-Zustand entwerfen (10 Min.): Verbesserungen brainstormen.
  6. Verbesserungen planen (5 Min.): Top 3 priorisieren, Verantwortliche und Zeitrahmen zuweisen.

Material

  • Lange Papierrolle oder zusammengeklebte Flipchart-Bögen
  • Farbige Haftnotizen
  • Marker
  • Prozessdaten (Schätzungen reichen)
  • VSM-Symbollegende

Stolperfallen & häufige Fehler

  • Ideal statt Ist mappen: Was wirklich passiert, nicht was passieren sollte.
  • Zu detailliert: Auf Prozessebene bleiben, nicht Aufgabenebene.
  • Keine Daten: Grobe Schätzungen sind besser als keine.
  • Nur Ist-Zustand: Ohne Soll-Vision ist die Map nur eine Diagnose.

Inklusion & Barrierefreiheit

  • Personen einbeziehen, die die Arbeit tatsächlich ausführen.
  • Schritt für Schritt durchgehen.
  • Klare Symbole und Legende verwenden.

Varianten

  • Digitale VSM: Miro, Lucidchart oder spezialisierte Tools.
  • Service-Wertstrom: Für Dienstleistungen adaptiert.
  • Software-Wertstrom: Von Idee bis Deployment in Software-Teams.

Wann NICHT einsetzen

  • Ohne klaren Prozess-Start und -Endpunkt.
  • Ohne Mandat zur Prozessänderung.
  • Bei zu einfachen Prozessen.

Quelle & Weiterlesen

  • Mike Rother & John Shook, *Learning to See* (1999)
  • Toyota Production System
  • Lean Enterprise Institute: Value Stream Mapping

Aus den Bausteinen eine Agenda machen

Leg den Tag an, zieh die Blöcke in die Reihenfolge, die dir vorschwebt, und lass die Zeiten sich selbst ausrechnen. Oder beschreib deiner KI, was du vorhast, und lass sie den ersten Entwurf schreiben.

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