Workshop Vier Verhaltensstile
- Typische Dauer:
- 1h 30m
Ein Modell der vier Verhaltensstile nutzen, damit Teammitglieder Kommunikationsstile verstehen und ihre Interaktionen anpassen.
Zweck
Dieser Workshop stellt die vier Verhaltensstile vor — Dominanz, Initiative, Stetigkeit und Gewissenhaftigkeit — damit Teammitglieder ihren eigenen Stil erkennen, Unterschiede schätzen und die Kommunikation für bessere Zusammenarbeit anpassen.
Auf einen Blick
| Detail | Wert |
|---|---|
| Gruppengröße | 6–24 |
| Dauer | 90 Minuten |
| Schwierigkeit | Mittel |
| Moderationsstil | Geführte Exploration |
| Setting | Vor Ort oder virtuell |
Ablauf
- Begrüßung & Kontext (10 Min.): Das Modell der vier Verhaltensstile und seinen Ursprung erklären. Betonen, dass kein Stil besser oder schlechter ist.
- Selbsteinschätzung (15 Min.): Jede:r füllt einen Fragebogen zu den Verhaltensstilen aus. Primären und sekundären Stil identifizieren.
- Stil-Vertiefung (20 Min.): In vier Ecken nach Primärstil aufteilen. Jede Gruppe listet: „Was uns antreibt“, „Was uns auslaugt“, „Wie man effektiv mit uns kommuniziert“.
- Galerie-Rundgang (10 Min.): Gruppen rotieren, um die Poster der anderen zu lesen und zu kommentieren.
- Stil-übergreifender Dialog (20 Min.): Personen aus kontrastierenden Stilen paaren. Jedes Paar bespricht eine Reibungsstelle und was der Stilunterschied erklärt.
- Team-Anwendung (10 Min.): Gemeinsam beantworten: „Welche eine Teamgewohnheit könnten wir ändern, da wir Stile jetzt verstehen?“
- Abschluss (5 Min.): Jede Person nennt eine Sache, die sie diese Woche anders machen wird.
Material
- Fragebogen zu den Verhaltensstilen (gedruckt oder digital)
- Vier große Posterblätter (eins pro Stil, farbcodiert)
- Marker
- Timer
Stolperfallen & häufige Fehler
- Stereotypisierung: „Du bist ein D, also bist du aggressiv“ — dem vorbeugen, indem Stile als situative Präferenzen gerahmt werden.
- Über-Vereinfachung: Die meisten Menschen sind Mischungen. Kein einzelnes Etikett erzwingen.
- Kein Follow-up: Stilbewusstsein verblasst schnell ohne Übung. Check-in nach 2–4 Wochen einplanen.
- Das Stilmodell für Personalentscheidungen nutzen: Das Modell ist ein Kommunikationswerkzeug, kein Auswahlinstrument.
Inklusion & Barrierefreiheit
- Fragebogen vorab bereitstellen für Teilnehmende, die mehr Verarbeitungszeit brauchen.
- Formen zusätzlich zu Farben verwenden.
- Teilnehmende selbst ihre Ecke wählen lassen, anstatt Stile öffentlich zu verkünden.
- Vermeiden, introvertierte Stile als weniger wertvoll darzustellen.
Varianten
- Konfliktlinse: Den Stil-übergreifenden Dialog ganz auf Konfliktmuster fokussieren.
- Kundenorientierte Version: Die vier Stile auf Kundeninteraktionsstile übertragen und Pitch- oder Supportgespräche üben.
- Kurzversion (45 Min.): Galerie-Rundgang und Paardialog überspringen; direkt von der Gruppenarbeit zur Team-Anwendung.
Wann NICHT einsetzen
- Wenn das Team aktiv im Konflikt ist, der Mediation erfordert, nicht ein Persönlichkeitsmodell.
- Wenn die Teilnehmenden Stilmodell-Müdigkeit haben — ein anderes Modell oder Format erwägen.
- In Kulturen, in denen Persönlichkeitskategorisierung als reduktiv empfunden wird.
Quelle & Weiterlesen
- William Moulton Marston, *Emotions of Normal People* (1928)
- Tony Alessandra, *The Platinum Rule* (Warner Books, 1996)
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Leg den Tag an, zieh die Blöcke in die Reihenfolge, die dir vorschwebt, und lass die Zeiten sich selbst ausrechnen. Oder beschreib deiner KI, was du vorhast, und lass sie den ersten Entwurf schreiben.
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